Zusammenfassung

Die Sitzordnung im Reichs- und im Bundestag, die unsere Begriffs- und Denkwelt so nachhaltig über mehr als hundert Jahre geprägt hat, sie hat mit der politischen Realität im Deutschland der ersten Kanzlerin nichts mehr zu tun.

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Rechtsdreh-Ausgrenzung

Political Correctness

Ein Linksdreh über 180 Grad führt an den selben Punkt wie ein Rechtsdreh in der selben Größe. Das ist bekannt und unbestritten. Dabei muss natürlich klar sein, dass ein Rechtsdreh keinen Rechtsruck darstellt, wenn die Drehung nicht ruckartig vollzogen wird. Solche Spitzfindigkeiten erscheinen zunächst etwas link, obwohl sie es nur recht genau nehmen. Denken wir aber über die Richtungen unserer bürgerlichen Bewegungen etwas länger nach, dann wird bald klar, dass wir es gar nicht genau genug nehmen können, denn wir leben im Land der Rechtsverdreher und das nicht nur im juristischen Sinne. Inzwischen übt sich auch die politische Fraktion in der rechtslastigen Verdunkelung unserer Zukunft und auch die Presse will ständig nach dem Rechten sehen. Political Correctness im bundesdeutschen Gesinnungssumpf, wohin der Bürger auch blickt.

Ohne Ausgrenzung und Einzäunung

Dabei könnte das alles doch so einfach sein. Ohne Ausgrenzung und geistige Einzäunung könnten wir die nationalen Ziele der ersten Kanzlerin viel leichter verstehen und vielleicht auch erreichen. Volk sähe sich weniger entzweit und viel mehr konfrontiert mit den fundamentalen Sachfragen, die eigentlich recht einfach zu entscheiden wären, ohne Ausgrenzung und Einzäunung.

Ohne Ausgrenzung und Einzäunung fände Volk seine Haltung viel leichter, seine eigene Haltung, ganz frei von Schwarm- und Massenpsychologie, ohne die Bildzeitung, ohne Demo und ohne jede Gewalt. Diese Haltung aber wäre individuell und bürgerlich, sie wäre wohl begründet und sie wäre wohl nicht unbedingt die Haltung der ersten Kanzlerin.

Ausgrenzung mit Kalkül

Die Angst geht deshalb um. Und es ist nicht die Angst der Bürger, nein. Es ist viel mehr die Angst der ersten Kanzlerin und ihrer Regierungskumpane, die Ausgrenzung und Einzäunung provoziert, und das geschieht mit Plan, mit Plan und mit Kalkül. Es geschieht mit Plan und mit Kalkül alleine, um die eigene Macht zu erhalten. Die erste Kanzlerin spielt auf Zeit, um sich über die nächsten Wahlen zu retten, ganz demokratisch, – koste es, was es wolle.

Insofern ist heute im Land der ersten Kanzlerin ja noch alles in Ordnung. Regierung fürchtet noch das Volk und nicht das Volk Regierung, – noch! Die kommende absolute Mehrheit der ersten Kanzlerin könnte das sehr schnell ändern.

Einig Volk ist schwer regiert und schwer betrogen.

Deshalb kommt der allseits praktizierte Rechtsdreh der ersten Kanzlerin sehr gelegen. Dieser Rechtsdreh sorgt nicht nur für Ausgrenzung und Einzäunung, dieser Rechtsdreh sorgt auch dafür, dass Volk vergesslich wird. Im Angesicht der rechtsgedrehten Bedrohung vereinen sich alle bürgerlichen Kräfte zu einer Einheitsfront gegen Rechts und vergessen die Euro- und Bankenkrise, die Demokratiekrise und die Spionageaffären, seit Edward Snowden. Frei nach dem Motto: Gegen die Industriespionage der USA hat die erste Kanzlerin zwar nichts gemacht, aber ansonsten hat sie „das Schiff“ toll im Griff.

Leider bildet sich keine Einheitsfront gegen Verdrehung.

Wem nützt der Rechtsdreh?

Cui bono, – wem nützt es? Die Flüchtlingskrise nützt vielen, dass ist inzwischen für jedermann erkennbar. Der ständig und überall zitierte Rechtsdreh aber nützt neben der AfD vor allem der ersten Kanzlerin, die die nächste Wahl wegen Rechts gegen Rechts gewinnen können wird, erneut ohne jede sachliche Wahlaussage. Die linke Mitte wird zwischen der rechten Mitte der Kanzlerin und den rechten Extremisten aufgerieben, da sich Links in der Mitte der Mitte nicht mehr abgrenzen und positionieren kann. Zum Schluss wird deshalb nur eine absolute Mehrheit der Kanzlerin entstehen können. Diese Gegen-Rechts-Mehrheit der wenigen Wähler wird die erste Kanzlerin als breite Zustimmung für ihre Flüchtlingspolitik umdeuten, um „ihrem Volk“ anschließend, in der nächsten Legislaturperiode, den Rest von dem zu geben, was es verdient.

Wir sehen, die Sitzordnung im Reichs- und im Bundestag, die unsere Begriffs- und Denkwelt so nachhaltig über mehr als hundert Jahre geprägt hat, sie hat mit der politischen Realität im Deutschland der ersten Kanzlerin nichts mehr zu tun. Rechts ist nicht mehr konservativ, Mitte nicht mehr integrativ und Links ist nicht mehr sozial. Die Bezeichnungen dienen nicht mehr der inhaltlichen Abgrenzung, sie werden nur noch für die Ausgrenzung missbraucht.

Achten Sie doch einmal darauf, wer den Rechtsdreh anwendet und wann, und fragen Sie sich, warum er das in diesem Zusammenhang wohl gerade tut: Einig Volk ist schwer regiert und schwer betrogen.
 

 

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