Zusammenfassung

Die Bildzeitung zeige Verständnis, dass der Buddhismus "die Unwissenheit als größtes Übel der Welt" betrachte. Sie müsse aber die Unwissenheit als Tugend der aktuellen deutschen Lebensart schützen ...

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Blind geBildet

Die Bildzeitung ist die größte Gegnerin des Buddhismus, einmal abgesehen von der chinesischen Zentralregierung. Die in China wissen schon warum sie das so und nicht anders handhaben. Es ist ja nicht alles schlecht, was aus China kommt.

Wie gesagt, die Bildzeitung ist die größte Gegnerin des Buddhismus. Angeblich sei der Buddhismus nicht nur fremdländisch und ausländerfreundlich, er wäre auch zu wenig christlich und zu wenig abendländisch, um in Deutschland einen Platz haben zu können. – Die Bildzeitung zeige Verständnis, dass der Buddhismus „die Unwissenheit als größtes Übel der Welt“ betrachte, könne aber im deutschen Land, aus dem ja bekanntlich traditionell die Dichter und Denker kamen, keine Bereicherung der deutschen Kultur entdecken, die eine Duldung durch Bild rechtfertigen könnte.

Die deutschen Dichter und Denker würden heutzutage Bild lesen und die Atomkraft nach wie vor für die einzige Möglichkeit halten, um die deutsche Lebensart und Lebensqualität langfristig zu sichern. Die Deutschen bräuchten auch keine lebensphilosophische Unterstützung durch den Buddhismus, um sich nicht vor einer Überwachung und Übervorteilung durch die Welt zu fürchten. Hierfür sorgt schon regelmäßig die Bildzeitung laut und deutlich deutsch.

Der Bildleser kennt die Feinde der deutschen Kultur und Lebensart. Er weiß, das sie inzwischen nicht mehr an ihren langen Haaren auf dem Kopf und im Gesicht zu erkennen sind. Nein, auch unter einer kahlen Schädeldecke und Gesichtsmaske können sich Subversive und Querulanten verstecken. Spätestens seit die Bild über Günter Wallraff und über den Sientologen Tom Cruise berichtet, weiß das jeder gute Deutsche und Bildleser, denn Bildleser sind gebildet.

Bildleser sind geBildet: Wenn sie die letzte wirklich kritische Tageszeitung Deutschlands studieren, bräuchten geübte Bildleser nur die Überschriften zu lesen und wüssten anschließend sofort Bescheid und das schon nach geringstem Zeit-, Lese- und Denkaufwand! Diese Eigenschaft der Bildzeitung wüsste auch eine ständig zunehmende Zahl Leser aus der deutschen Bildungselite zu schätzen. Bildleser wüssten sogar der drohenden Versklavung durch Ignoranz zu begegnen und könnten so auch jeder anderen Bedrohung leicht widerstehen, die nicht von der Bild zuvor thematisiert wurde.

Wenn der Buddhismus die „Unwissenheit“ ganz allgemein als „größtes Übel der Welt“ betrachte, dann würde er die Manipulation der Menschen missachten, die durch die Unwissenheit allein nur möglich ist, und er würde so einen wichtigen Teil der aktuellen deutschen Lebensart verunglimpfen.

Die Blindzeitung wird eine solche Haltung immer auf das Entschiedenste bekämpfen, – auch dann, wenn diese Haltung dem Buddhismus zu Eigen ist, dieser komischen tibetischen Lebensanschauung, die einen Namen hat wie Marxmus, Christmus und Apfelmus, vom Humus und Sarkasmus im aktuellen Kommunikationsmus einmal ganz zu schweigen.


Spaßmus muss wie Orgasmus sein.

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