Zusammenfassung

Wenn man es genau betrachtet ist es irgendwo auf dieser Erde immer fünf vor Zwölf und der Mensch hat nichts besseres zu tun, als sich das ständig vor Augen führen zu lassen. Mitgefühl und Empathie werden vom einzelnen Menschen so oft und im Weltmaßstab gefordert und sie werden von jedem Menschen so lange geliefert, bis die entsprechenden Emotionen und Reflexe abgestumpft sind.

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Die Welt des Menschen ist nicht global. Die Naturgesetze sind global und vielleicht das Wetter. Die Welt des Menschen ist es nicht.

Einige wenige Menschenregeln werden neuerdings global praktiziert. Einige wenige sehr große Wirtschaftsunternehmen arbeiten über den gesamten Globus verteilt. Die technischen Errungenschaften werden globalisiert in vielen Märkten, rund um den Globus, und einige Politiker spielen gerne Global-Schach. Die Welt des Menschen aber ist nicht global.

Die Menschenwelt ist nicht global.
Die Menschenwelt ist globalisierend.

Die globalisierende Welt des Menschen hat sich eine schwere Krankheit zugezogen: die Globalisierung. Einem ansteckenden Virus gleich, zwingt das Thema einen jeden Menschen weltweit, eine Haltung zu gewinnen zum Globalisierenden in seinem Leben.

Diese Entwicklung der Menschenwelt zwingt die Menschen beispielsweise, die letzten Nachrichten vom anderen Ende des Planeten zu studieren, um sie zu überprüfen auf ihre Relevanz für ihr kleines Leben. – Das ist oft gar nicht so einfach!

Der Mensch ist nicht global. Der Mensch ist globalisiert und das bedeutet, er ist mit dem Virus infiziert, der alle menschlichen Maßstäbe verändert.

Der globalisierende Virus lässt die Maßstäbe des Menschen zunehmend unmenschlich werden. Der Mensch ist nicht mehr schnell genug für die globalisierende Welt. Sein Verstand ist zu klein, um die Nachrichtenmengen aus aller Welt sinnvoll verarbeiten zu können. Die Komplexität der globalen Zusammenhänge überfordern den einzelnen Menschen. Er kann sich von der globalisierenden Welt kein funktionales Bild mehr machen, das ihm eine begründete Haltung und eine konsequente Handlung erlauben würde.

Wenn man es genau betrachtet ist es irgendwo auf dieser Erde immer fünf vor Zwölf und der Mensch hat nichts besseres zu tun, als sich das ständig vor Augen führen zu lassen. Seine Lebens- und Arbeitsrealitäten aber sind so begrenzt wie nie zuvor, denn 90% der Menschen leben und arbeiten als hochgradige Spezialisten unter Spezialisten, die mit den Nachrichten aus dem Globalraum überhaupt nichts anfangen können.

Mitgefühl und jegliches Einfühlungsvermögen werden vom einzelnen Menschen so oft und im Weltmaßstab gefordert und sie werden von jedem Menschen so lange geliefert, bis die entsprechenden Emotionen und Reflexe abgestumpft sind. Der Mensch verliert durch die Globalisierung diese für sein soziales Leben so wichtigen Fähigkeiten und mit ihnen die Fähigkeit zum verantwortungsvollen und verbindlichen Handeln.

Das globalisierte Leben überfordert den Menschen nicht nur, es entmenschlicht ihn zunehmend auch.

Deshalb zieht sich der durchschnittliche Mensch von der Welt zurück in die Wohnzimmerkinos, die Computerspielwelten und die Drogen. Dabei ist der Mensch durchaus dazu in der Lage, sich in seiner direkten Umgebung, in seiner Nachbarschaft und in seiner Gemeinde sinnvoll, wirkungsvoll und effektiv zu organisieren und einzubringen in die Angelegenheiten der Familie und des Volkes, – wenn er diese Angelegenheiten überhaupt noch erkennt und als relevant für sein Leben bewerten kann.

Aber vielleicht ist eine Einmischung in die Angelegenheiten des Volkes ja auch gar nicht mehr erwünscht und vielleicht kommen die Nebenwirkungen des globalisierenden Virus für die globalisierenden Menschen durchaus gelegen?

Beachte: Die globalisiertesten Menschen in unseren Tagen sind die so genannten Führungseliten, die Wirtschaftstäter und Politstrategen – und die Softwareentwickler, aber das ist eine andere Geschichte. Diese Menschen tragen den globalisierenden Virus in sich, wie kaum ein anderer Mensch, und sie tragen den globalisierenden Virus in ihre Umgebung, unreflektiert und zerstörerisch. – Es ist deshalb wichtig, diesen Menschen ein gesundes Misstrauen entgegen zu bringen: Ihre Maßstäbe sind nur selten tatsächlich auch unsere Maßstäbe!

 

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