Zusammenfassung

Unterhaltungsprogramm im hochauflösenden Digital-Fernseher: Armes Deutschland, meinen Sie? - Sie irren sich ...

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Fernsehen mit Aussichten

Ladykracher,
Lindenstraße,
Gute Zeiten,
Elefant und Tiger,

– Deutschland an irgendeinem Tag der Woche in einer beliebigen Stunde des Tages: Unterhaltungsprogramm im Zeitalter des hochauflösenden Digital-Fernsehens.

‚Armes Deutschland‘, meinen Sie? ‚Nix für’s Auge und nix für’s Ohr, nix für’s Herz und für die Seele, nix für den Kopp …‘, meinen Sie? Oh, Sie schätzen die Deutschen falsch ein, wenn Ihnen bei dieser Aufzählung zuerst ein geringes Unterhaltungsniveau auffällt: 50% des Fernsehprogramms wird durch Talk- und Casting-Shows und deren Wiederholung gestaltet und das ist in den meisten westlichen Industrieländern durchaus vergleichbar nicht anders.

Fällt Ihnen bei der Aufzählung noch etwas anderes auf?

Richtig! – Die Hälfte der genannten Fernsehsendungen ist nicht nur niveaulos, sondern auch kostenlos. Wenigstens das.

Die andere Hälfte allerdings kostet Sie derzeit ungefähr drei Kinobesuche im Monat, inklusive Popcorn, – ob Sie es wollen oder nicht.

‚Armes Deutschland‘, meinen Sie? – Stimmt.

Andererseits stimmt das auch wieder nicht: So arm kann Deutschland dann doch nicht sein. Welcher durchschnittliche EU-Bürger kann sich schon drei Kinobesuche im Monat mit Popcorn leisten?

Wir können froh sein, dass der Bürger derzeit nur gezwungen wird, die staatlich verordnete Gehirnwäsche zu finanzieren, ein Konsum der Gehirnwäsche im Augenblick aber noch freiwillig ist. Allerdings erscheint es mir in letzter Zeit so, als wäre die Gehirnwäsche deshalb nicht weniger wirkungsvoll in der Bevölkerung.

Es ist jedoch ein Gesetz in Vorbereitung, das uns dazu zwingen wird, das Staats-TV nicht nur zu finanzieren, sondern auch zu konsumieren. Wir werden jeden Tag auf Facebook drei Fragen über das TV-Programm des Vortages beantworten müssen. Nach einer falschen Antwort werden wir dann ‚Cerberus‘ kennen lernen, das neue Resozialisierungsprogramm der freien Sendeanstalten öffentlichen Rechts.

Das glauben Sie nicht? – Warten wir es ab.

Hinweis (09.2013): Der Rechtsbegriff ist in Deutschland zu einem Synonym für Schicksal mutiert und mit dieser Mutation verliert die Demokratie jeden Tag mehr ihre Legitimation. Die Rundfunkstaatsverträge sind hierfür nur ein Indiz neben vielen anderen, denn an der rechtstaatlichen Beschaffenheit dieser Staatsverträge kann sehr begründet gezweifelt werden. Lesen Sie hierzu mehr in dem neuen Beitrag der GlotzBox mit dem Titel Rechtsstaatlichkeit …

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http://www.akademie.de/wissen/gez-rundfunkbeitrag-vorbehalt-anzeige?page=3#comment-11975 Ganz besonders schön fand ich diesen Kommentar auf akademie.de mit dem Titel: Ich mag die GEZ.

http://www.wohnungsabgabe.de/klagegrundallgemein.html ENDLICH hat sich jemand die Mühe gemacht und einige der möglichen Klagegründe zusammen getragen und verständlich dokumentiert ...

http://gez-boykott.de/ Der neue Rundfunkbeitrag, bei dem die Gebühr ab Januar 2013 pauschal je Wohnung abgerechnet wird, stößt bei über 60% der Deutschen auf keine Gegenliebe. Hier finden Sie weitere Informationen und ein Forum.

http://www.akademie.de/wissen/gez-rundfunkbeitrag-vorbehalt-anzeige Dr. Dietrich von Hase rät auf akademnie .de, ab 2013 den GEZ-"Rundfunkbeitrag" nur noch unter Vorbehalt zu zahlen, um den Rückerstattungs-Anspruch zu sichern. Er geht davon aus, dass das neue Verfahren einer gerichtlichen Überprüfung nicht stand halten wird.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/neuer-rundfunkbeitrag-jetzt-klagt-rossmann-12019094.html meldet, dass die Popularklage von Rossmann nicht nur die Einschränkung von Grundrechten benennt, sie weist auch auf das nach Meinung der Klägerin grundgesetzwidrige Zustandekommen des Rundfunkbeitragsstaatsvertrags hin. Der Beitrag sei nämlich „eine von jedweder Gruppennützigkeit entkoppelte Steuer“...